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Ihr Haus aus der Satellitenperspektive: Was ist zu sehen und wie können Sie die Unschärfe aktivieren?

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Das eigene Haus auf Karten zu sehen, gehört zu den ersten Dingen, die fast jeder nach der Installation einer Satelliten-App macht. Das geht in Sekundenschnelle, und das Bild ist meist beeindruckend. Was fehlt, ist der Echtzeit-Aspekt: Luftbilder haben ein Aufnahmedatum, und Straßenbilder sind sogar noch älter, da sie von einem Kamerawagen stammen, der irgendwann vorbeigefahren ist.

Dieses Detail ist aus einem Grund wichtig, der über bloße Neugier hinausgeht: Wenn Ihr Haus für Sie sichtbar ist, ist es auch für jeden anderen sichtbar. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Grundstück auf Karten finden, was genau darauf verzeichnet ist und – am wichtigsten – wie Sie beantragen können, dass die Fassade unkenntlich gemacht wird. Dieses Recht ist nur wenigen bekannt.

Wie Sie Ihr Zuhause finden

Am einfachsten geht es, indem Sie die vollständige Adresse in Google Maps oder Google Earth eingeben und zur Satellitenansicht wechseln. Falls die Adresse nicht ordnungsgemäß registriert ist – was in Neubaugebieten und ländlichen Gegenden häufig vorkommt – verwenden Sie die Koordinaten: Öffnen Sie die Karte, tippen und halten Sie den Finger auf den entsprechenden Punkt, und die Anwendung zeigt Ihnen Längen- und Breitengrad an. Diese können Sie speichern und teilen.

Um die Fassade zu sehen, ziehen Sie das Street-View-Symbol auf die Straße. Überprüfen Sie in der App immer das Datum in der Ecke des Bildes: Es gibt an, wann die Aufnahme entstanden ist.

Zwei verschiedene Quellen, zwei verschiedene Zeitalter.

Die Draufsicht stammt von Beobachtungssatelliten und in Städten auch von Luftbildern aus Flugzeugen. Die Auflösung erlaubt es, ein Dach, einen Swimmingpool, ein Auto in einer Garage und die Geländeform zu erkennen – eine Person lässt sich damit jedoch nicht identifizieren.

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Die Straßenansicht stammt von Fahrzeugen mit 360-Grad-Kameras. Das Bild zeigt deutlich mehr: Tor, Hausnummer, Schlossart, vorhandene Kameras, niedrige Mauer, geparktes Fahrzeug und manchmal auch vorbeigehende Anwohner. Gesichter und Kennzeichen werden vom System automatisch unkenntlich gemacht, der Rest bleibt unverändert.

Wie man jemanden bittet, das eigene Haus zu beschmieren

Google unterhält hierfür einen Kanal, und jeder kann ihn kostenlos anfordern. Die Vorgehensweise ist wie folgt:

  1. Öffnen Sie Street View auf Ihrem Computer oder in der App und navigieren Sie zu dem Bild, das Ihr Haus zeigt.
  2. Die Fassade sollte auf dem Bildschirm richtig eingerahmt werden.
  3. Tippen Sie auf “Problem melden”, eine Option, die im Bildmenü verfügbar ist.
  4. Wählen Sie aus, was unkenntlich gemacht werden soll: Haus, Fahrzeug, Gesicht oder anderes Element.
  5. Passen Sie den roten Rahmen über dem Bereich an und erläutern Sie den Grund für Ihre Anfrage.
  6. Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse für Rückfragen an und senden Sie diese ab.

Zwei wichtige Punkte sind zu beachten. Erstens: Die Unschärfe ist nach der Anwendung auf ein Objekt dauerhaft – sie gilt auch für zukünftige Aufnahmen dieser Adresse und kann nicht rückgängig gemacht werden, selbst nicht vom Antragsteller. Überlegen Sie sich dies im Voraus, wenn Sie beispielsweise beabsichtigen, das Objekt später zum Verkauf anzubieten. Zweitens: Die Anfrage bezieht sich auf Aufnahmen auf Straßenebene; Luftaufnahmen werden auf Anfrage nicht unscharf gemacht.

Die verschiedenen Anbieter von Straßenbilddiensten unterhalten eigene Anfragekanäle, die in der Regel auf den Datenschutzseiten des Unternehmens beschrieben sind. Das Verfahren ist üblicherweise ähnlich: Adresse angeben und Anfrage begründen.

Was ihre Fassade verrät

Es lohnt sich, das eigene Haus einmal mit den Augen eines Fremden zu betrachten. Was lässt sich aus dem Bild ableiten? Gibt es erkennbare Gewohnheiten? Wirkt das Tor brüchig? Ist eine Kamera installiert und wohin ist sie gerichtet? Kann man durch die Gitterstäbe ins Haus sehen? Ist die Hausnummer gut lesbar und gibt es einen Hinweis auf die Familie?.

Die gleiche Sorgfalt gilt für Ihre Beiträge. Ein Foto einer Gebäudefassade in sozialen Medien mit Standortangabe vermittelt dieselben Informationen noch direkter. Die automatische Standortangabe in Fotos lässt sich ganz einfach in den Kameraeinstellungen Ihres Smartphones deaktivieren.

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Und wie sieht es mit Echtzeitdaten aus?

Sie existieren und sind nützlich, aber keines davon zeigt Ihr Zuhause. Der Verkehr in Ihrer Straße wird minütlich aktualisiert, basierend auf den anonymisierten und aggregierten Standorten von Mobiltelefonen. Die Wolken über Ihrer Stadt stammen von Wettersatelliten, die alle paar Minuten ein neues Bild mit einer Auflösung von Kilometern senden. Flugzeuge und Schiffe werden live über Funksignale verfolgt, die von den Fahrzeugen selbst ausgesendet werden.

Wenn es Ihnen darum geht, wirklich zu überwachen, was in Ihrem Zuhause passiert, ist die Lösung anders und praktischer: eine Sicherheitskamera, die mit Ihrem Netzwerk verbunden und über Ihr Mobiltelefon gesteuert wird. In diesem Fall sollten Sie besonders auf das Passwort achten und die Geräte stets auf dem neuesten Stand halten – Kameras mit Standardpasswörtern sind ein bekanntes Ziel für Hacker.

Wie Sie das Datum des Bildes herausfinden, das Sie gerade betrachten.

Diese Information verändert alles, und fast niemand sucht danach. In den gängigen Kartendiensten wird das Datum auf unterschiedliche Weise angezeigt:

  • Straßenansicht, In der Regel befindet sich dort ein Etikett mit dem Monat und dem Jahr der Aufnahme sowie dem Namen der Route.
  • Auf Luft- oder Satellitenbildern, Das Datum erscheint in der Fußzeile oder in der Informationsleiste, oft nur in der Computerversion.
  • In den Computerversionen, Es gibt eine Kontrolle von historische Bilder Dadurch können Sie in der Zeit zurückreisen und dieselbe Adresse in verschiedenen Jahren vergleichen.

Es lohnt sich, diese Übung einmal mit der eigenen Straße durchzuführen: Fast immer zeigt das Bild ein bereits verkauftes Auto, ein abgeschlossenes Projekt oder ein geschlossenes Geschäft. Es ist der direkteste Beweis dafür, dass es Teil der eigenen Sammlung ist und nicht nur eine Beobachtung.

Was uns die öffentliche Resolution zeigt – und was nicht.

Das Bild, das die Öffentlichkeit erreicht, ist nicht das beste, was die Technologie hergibt, und das ist kein Zufall. In mehreren Ländern gibt es regulatorische Beschränkungen für die kommerziell nutzbare Auflösung, und auch die physikalische Begrenztheit des Sensors in Hunderten von Kilometern Höhe spielt eine Rolle.

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In der Praxis lassen sich deutlich das Dach, das Schwimmbad, das geparkte Auto, die Geländeform, der Baum und das Gebäude unterscheiden. NEIN Was eine Person auszeichnet, ist ihr Gesicht, ein lesbares Nummernschild, der Inhalt eines Hauses oder ihre aktuelle Tätigkeit. Auf einem Luftbild ist jemand nur als sehr pixelige Form erkennbar.

Bei der Straßenansicht ist die Auflösung wesentlich höher, da die Kamera über den Bürgersteig hinwegfährt – und genau deshalb wenden die Dienste dies an. Automatische Unkenntlichmachung von Gesichtern und Nummernschildern Vor der Veröffentlichung. Fehler passieren, und genau da kommen manuelle Anfragen ins Spiel.

Was die Unkenntlichmachungsanfrage umfasst und was nicht.

  • Kupfer Die Fassade des Gebäudes, die Gesichter der Menschen, die Kfz-Kennzeichen und in vielen Fällen das gesamte Gebäude, wie es von der Straße aus zu sehen ist.
  • Es ist endgültig. Und dies gilt in der Regel auch für zukünftige Aufnahmen derselben Adresse – auch wenn das Kamerafahrzeug erneut vorbeifährt.
  • Nicht entfernen Das Luftbild oder Satellitenbild der Adresse ist verfügbar, allerdings in geringerer Auflösung.
  • Es ist nicht umkehrbar. Ganz einfach, und das ist für Immobilienmakler von Bedeutung: Eine unscharfe Fassade behindert die Werbung.
  • Nicht löschen Die historischen Bilder wurden in allen Fällen bereits veröffentlicht – es lohnt sich, das Ergebnis nach ein paar Tagen zu überprüfen.

Bei den meisten Diensten muss die Person, die das Bild anfordert, keinen Eigentumsnachweis erbringen: Sie muss lediglich angeben, was unkenntlich gemacht werden soll, und den Grund dafür erläutern. Hierfür verwendet sie die Schaltfläche „Problem melden“, die sich im Bild selbst befindet.

Pflege, die mehr wert ist als nur ein Fleck.

Wenn es um Sicherheit geht, ist die Fassade auf der Karte selten die Schwachstelle. Sie zieht in der Regel eher mehr Aufmerksamkeit auf sich:

  • Foto mit eingebettetem Standort. Auf sozialen Medien veröffentlichte Bilder können Koordinaten in ihren Metadaten enthalten. Es lohnt sich zu prüfen, ob Ihr Gerät diese Informationen speichert und ob die Plattform sie nach der Veröffentlichung entfernt.
  • Reiseverlauf in Echtzeit veröffentlichen. Die Aussage, dass das Haus leer steht, ist aussagekräftiger als die Betrachtung des Daches von oben.
  • Adresse in einem Verkaufs- oder Mietangebot., Dazu gehören in der Regel Grundrisse, Fotos des Innenraums und die Öffnungszeiten.
  • Versandetikett im Müll., mit vollständigem Namen und Adresse.

Häufig gestellte Fragen

Können Sie mein Haus jetzt live sehen?
Nein. Das Bild hat ein Aufnahmedatum, das in der Regel Monate bis Jahre zurückliegt.

Kann ich beantragen, dass mein Haus von der Karte entfernt wird?
Sie können beantragen, dass die Fassade im Street-View-Bild unkenntlich gemacht wird. Die Luftbildaufnahme und die Adresse auf der Karte bleiben erhalten.

Muss ich der Eigentümer sein, um dies anzufordern?
Ein Eigentumsnachweis ist nicht erforderlich, jedoch muss im Antrag das Objekt und der Grund dafür klar angegeben werden.

Wie lange dauert es?
Es gibt keinen garantierten Zeitrahmen. Die Nachverfolgung erfolgt über die bei der Bestellung angegebene E-Mail-Adresse.

Gibt es eine kostenpflichtige App, die das aktuellste Bild anzeigt?
Professionelle Bildverarbeitungsdienste bieten Unternehmen die Möglichkeit der Bildaufnahme auf Abruf zu hohen Kosten an. Kein kostenloser App-Store bietet dies an.

Abschluss

Das eigene Haus auf Karten anzusehen ist einfach und legal, solange klar ist, dass das Bild aus einem Archiv stammt. Es gibt keine Satellitenübertragung Ihres Gartens in Echtzeit, und die App, die das verspricht, zeigt lediglich eine normale Karte hinter Werbung an.

Heute empfiehlt sich ein umgekehrter Test: Betrachten Sie Ihre Fassade aus der Perspektive eines Fremden, prüfen Sie das Aufnahmedatum und nutzen Sie die Unschärfefunktion, falls etwas mehr preisgibt, als Ihnen lieb ist. Das dauert nur wenige Minuten, ist kostenlos und dauerhaft.

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Rodrigo Oliveira

Rodrigo Oliveira

Autor der Crismob-Website.